22015Dez

Vergabeverfahren im Rettungsdienst

Neue Regelungen zur Durchführung des Rettungsdienstes in Werdau / Crimmitschau

Liebe Patienten und Ärzte aus Werdau, Crimmitschau und Umgebung,

ab 2016 gibt es neue Regelungen bezüglich der Durchführung des Rettungsdienstes im Raum Werdau / Crimmitschau, der ab 01.01.16 ausschließlich von den Rettungswachen des DRK übernommen wird.

Im Freistaat Sachsen, so auch in Westsachsen, wurde die Leistungserbringung für den Rettungsdienst und den Krankentransport über ein Vergabeverfahren ausgeschrieben. Der Bereich Werdau / Crimmitschau wurde dabei zu einem Los zusammengefasst.
Von Anfang an bemühten wir uns, mit dem DRK Crimmitschau für dieses Los eine Bietergemeinschaft zu gründen. Dies wurde vom DRK nicht weiter verfolgt.
Die Preisgestaltung in dieser Ausschreibung erfolgte zu einem erheblichen Teil über die Lohnkosten, da die sonstigen Aufwendungen größtenteils vom Rettungszweckverband finanziert werden.

Im Ergebnis des Vergabeverfahrens ging der Zuschlag für das Los Werdau / Crimmitschau ab dem 01.01.2016 an das DRK, mit der Begründung, dass das Preisangebot des DRK deutlich besser sei.
Nach Auskunft des Rettungszweckverbandes gab es an unseren Konzepten zur Durchführung des Rettungsdienstes nichts auszusetzen, im Gegenteil, diese waren sogar sehr detailliert dargestellt. Die Geschäftsleitung hatte jedoch von vornherein signalisiert, dass sie sich an einem Preiskampf nach dem Motto: „Wer ist der Billigste?“ nicht beteiligen wolle.

Insofern akzeptieren wir, wenn auch schweren Herzens, die Entscheidung des Rettungszweckverbandes. Von einem Überprüfungsverfahren vor der Vergabekammer haben wir aus Gründen einer stabilen Versorgung der Bevölkerung abgesehen.

Unser Personal hatte die Möglichkeit, den fälligen Betriebsübergang nach § 613 a BGB zum DRK zu akzeptieren. Parallel boten wir auch eine Weiterbeschäftigung in unserer Bildungseinrichtung oder der firmeninternen Pflege an. Außerdem bestand auf Grund des drastischen Personalmangels im Rettungsdienst die Möglichkeit, sich bei weiteren rettungsdienstlichen Leistungserbringern zu bewerben.

Unsere Rufnummer 18400 wird ab dem 01.01.2016 tagsüber nicht mehr besetzt sein. Bitte rufen Sie bei lebensbedrohlichen Erkrankungen die 112, für Krankentransporte die 19222.

Die Vermittlung des KV-Dienstes unter den Rufnummern 116117 oder 03761 5400, als auch unsere Tätigkeiten in der Bildungslandschaft und der Pflege sind von dieser Ausschreibung nicht betroffen.
Für die Beratung in rettungsdienstlichen und Krankentransport-Fragen möchten wir Ihnen ebenfalls weiterhin zur Verfügung stehen.

Wir bedanken uns  bei unseren Patienten und den Werdauer Ärzten für das seit 23 Jahren entgegengebrachte Vertrauen in unsere zuverlässige rettungsdienstliche Tätigkeit und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute.